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Unternehmenskultur: Das große „WIE“ im Unternehmen

Ein Beitrag von Dr. Claudia Mayfeld, Vorstandsmitglied

In Politik, Wirtschaft und am Arbeitsplatz präsentiert sich den Menschen eine Welt im rapiden Wandel und von zunehmender Komplexität: geopolitische Konflikte, rasante-KI-Entwicklung, die Folgen des Klimawandels und gebeutelte Lieferketten. Das verunsichert viele Menschen und hat auch auf das Handeln international agierender Unternehmen großen Einfluss. Wie stellt sich ein Unternehmen unter diesen Bedingungen zukunftsfähig auf? Meine Antwort: Notwendig ist eine adaptive Unternehmenskultur, die den Mitarbeitenden Stabilität vermittelt und mit klarer Strategie konsequent umgesetzt wird. Hierzu möchte ich meinen Beitrag leisten.

WIE

Es ist ausgesprochen spannend, die Kultur eines Traditions­unternehmens erfolgreich auf die Zukunft auszurichten.

Dr. Claudia Mayfeld

Vorständin HR, Integrität, Recht, IP und Datenschutz

Es ist ausgesprochen spannend, die Kultur eines Traditionsunternehmens erfolgreich auf die Zukunft auszurichten. Dabei ist Veränderung nie eine Abwertung der Vergangenheit – im Gegenteil. Bei Knorr‑Bremse setzen wir bewusst auf unsere gefestigten Werte: Unternehmertum, technologische Exzellenz, Zuverlässigkeit, Leidenschaft und Verantwortung. Dieses Wertegerüst ist ein großartiges Fundament zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.

Dabei vermitteln wir den Mitarbeitenden, dass die Unternehmenskultur, also das „WIE” des Handelns jedes Einzelnen und jeder Einzelnen, eng mit dem Erfolg des Unternehmens verbunden ist. Erkennen Mitarbeitende, dass sie mit ihrem Handeln einen positiven Beitrag zur Unternehmenskultur leisten können, dann erreichen ihr Engagement und ihre Effektivität ein viel höheres Level. Die Identifikation der Belegschaft mit dem Unternehmen steigt und sie entwickelt ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Alle gehen die Aufgaben mit vollem Herzen an, was sich unmittelbar auf die Leistung des Teams, der Abteilung und letztlich den Unternehmenserfolg auswirkt.

Verfolgen wir diesen Weg konsequent weiter, dann wird die Zukunft viele Chancen bereithalten für Knorr‑Bremse als:

  • innovatives Unternehmen, das die Mitarbeitenden zu kreativen Lösungen ermutigt und ermächtigt. Dies ist in der Mobilitätsbranche mit ihren großen Schritten bei Entwicklung und Kundenanforderungen besonders wichtig.
  • resilientes Unternehmen, das Herausforderungen mit flexiblen Lösungen zu begegnen vermag.
  • diverses Unternehmen, das vielfältige Kulturen und Charaktere genauso schätzt wie unterschiedliche Sicht- und Denkweisen. Dies ist Voraussetzung für einen „Employer of Choice” und für hohe Innovationsstärke.
  • attraktiver Arbeitgeber, der allen Mitarbeitenden „Purpose” liefert: der jungen Generation ebenso wie erfahrenen Professionals.

Knorr‑Bremse setzt auf einen wertebasierten Umgang.

Diese Haltung prägt – sozial wie fachlich – die Antworten auf wichtige Fragestellungen im Berufsalltag: Wie gut ist die bereichs- und konzernübergreifende Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden? Wie entwickeln wir Lösungen und wie gehen wir mit Konflikten um? Wie wird Wissen weitergegeben und im Unternehmen verankert? Wie schaffen und erhalten wir Raum für Kreativität und Innovation? Nachhaltige, breit akzeptierte Antworten bzw. Prozesslösungen erfordern von allen Beteiligten einen Diskurs „auf Augenhöhe”. In diesen zwei Worten stecken sowohl die stets angestrebte faire Zusammenarbeit als auch eine offene Fehlerkultur.

Essenziell ist der Dialog auf Augenhöhe mit den Mitarbeitenden.

Dr. Claudia Mayfeld

Vorständin HR, Integrität, Recht, IP und Datenschutz

Wie setzen wir nun den Kulturwandel konkret um?

Strategisches Herzstück dieser Transformation ist die weiterentwickelte Führungskultur gepaart mit dem Empowerment aller Mitarbeitenden. Unsere neuen Leadership Principles, vermittelt in Workshops, leiten die Führungskräfte in ihrem eigenverantwortlichen Handeln. So können wir Vorbildfunktion („Leading bei example“) mit der Fähigkeit zum vernetzten Denken, Kommunizieren und Handeln voll ausfüllen. Zugleich ist Empathie aller Führungskräfte gefragt, wenn sie die gegenwärtigen Ängste, Sorgen und Bedürfnisse erleben. Ziel ist es, einen sicheren Hafen inmitten des stürmischen Wandels zu bieten. Voraussetzung hierfür ist unter anderem eine teamorientierte Speak-up-Culture, das heißt die offene Ansprache auch sensibler Themen. Nur so wird eine positive Fehlerkultur erreicht, die ergebnisorientierte und ergebnisoffene Prozesse ermöglicht.

Empowerment bedeutet Individuen stärken.

Essenziell ist der Dialog auf Augenhöhe mit den Mitarbeitenden, er wirkt auf mich sehr bereichernd. Die direkte Teilhabe der Mitarbeitenden am Kulturwandel ist enorm wichtig und hier können wir bei Knorr‑Bremse noch besser werden. Das haben wir erkannt und Plattformen bzw. Dialogformate für eine offene Feedback-Kultur aufgesetzt. Dieses Angebot wird gerne angenommen, es geht ein regelrechter Ruck durchs Team. An dieser Stelle möchte ich insbesondere die weltweiten Workshops erwähnen, die wir nach der globalen Mitarbeiterumfrage abgehalten haben. Mit Begeisterung haben die Standortbelegschaften Themen wie Work-Life-Balance, vertrauensvolle Kommunikation oder neue Karrierewege diskutiert und mit Maßnahmen belegt.

Wir wollen in Haltung und Kultur transparent sein.

Nur so können wir Mitarbeitenden, Kunden, dem Finanzmarkt und allen weiteren Stakeholdern die gewünschte Stabilität vermitteln. Knorr‑Bremse hat eine klare Haltung und spricht sich für eine offene, tolerante und inklusive Unternehmenskultur aus. Bei meinen Reisen an unsere internationalen Standorte trage ich diese Haltung im offenen Austausch aktiv ins Unternehmen. In solch inspirierenden Gesprächen wird mir deutlich, wie wichtig die Fähigkeit zum Perspektivwechsel ist. Denn unterschiedliche Sichtweisen fördern neben dem respektvollen Miteinander auch das ganzheitliche Denken. Neue Prozessansätze und innovative Problemlösungen sind da eine logische Konsequenz.

Vertiefende Einblicke in die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur gibt der Artikel „Knorr‑Bremse: Mut zum Wandel“

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Wenn Mitarbeitende erkennen, dass sie mit ihrem Handeln einen positiven Beitrag zur Unternehmenskultur leisten können, dann erreichen ihr Engagement und ihre Effektivität ein viel höheres Level.

Dr. Claudia Mayfeld

Vorständin HR, Integrität, Recht, IP und Datenschutz

Eine zentrale Rolle für eine diverse Belegschaft spielt unsere mehrdimensionale Diversity, Equity and Inclusion (DEI)-Strategie, die wir aktuell konzernweit ausrollen. Was begeistert an der DEI-Strategie, wo knirscht es? Fühlen sich alle Menschen mit ihrer Kultur und Persönlichkeit angenommen? Ich bin unglaublich gespannt auf die Rückmeldung unserer weltweiten Standorte. Die nötige Organisation zur Strategieumsetzung hatten wir mit unserer Global Diversity Officer Charlotte Herzog und regionalen Diversity Champions zuvor etabliert. Chancengleichheit ist für uns dabei keine Gefälligkeit und auch kein Lippenbekenntnis. Technologiefirmen werden aus fachlichen wie demografischen Gründen künftig nur erfolgreich sein, wenn sie das große Potenzial einer diversen Belegschaft – MINT-Kompetenz inklusive – nutzen.

Was treibt mich persönlich an?

Ich glaube fest daran, dass ein Kulturwandel, zu dem sich der gesamte Vorstand committet, Knorr‑Bremse bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet. Die gemeinsame Arbeit an diesem Prozess macht großen Spaß, sie fordert sowohl Mut als auch eine positive Einstellung. Beides ist bei uns vorhanden – das zeigen mir die Kollegen und Kolleginnen, die für Knorr‑Bremse und ihre Arbeit brennen. Die Möglichkeit, mit meiner Arbeit auf einen höheren Frauenanteil im Unternehmen bzw. der Branche hinzuwirken, spornt mich ebenfalls enorm an. Nun gehört auch zur Wahrheit: Umfassende Veränderung braucht Zeit, sie muss sich aus dem Innern heraus entwickeln. Alle Beteiligten müssen Verhaltensweisen umstellen, dazulernen und teilweise auch über ihre Schatten springen. Das ist kein Sprint, sondern vielmehr ein Marathon. Auf dessen breitem Zielband in großen Lettern steht: Unternehmenserfolg.

Ich freue mich darauf, diesen Weg mit Knorr‑Bremse gemeinsam zu gehen,

Ihre Dr. Claudia Mayfeld